Frühlingserwachen am Wagram ist eines der Weinfeste, die den niederösterreichischen Jahreskalender prägen und jedes Jahr sowohl lokale Besucher als auch internationale Weinreisende anzieht. Es findet an verschiedenen Winzerstandorten im Weinbaugebiet Wagram in Niederösterreich statt, im Herzen eines der eigenständigsten Weinbaugebiete Österreichs. Es ist eine jährliche Veranstaltung mit einem etablierten lokalen Publikum und einem festen Platz im regionalen Kalender.
Wagramer Winzer öffnen ihre Kellertüren, um den neuen Jahrgang zu präsentieren; Teil der niederösterreichischen Frühlingsweinfestsaison. Österreichische Weinpräsentationen stellen die neuen Jahrgänge aus den streng definierten DAC-Herkunftsbezeichnungen des Landes vor. Die Programme kombinieren Erzeugerverkostungen von Grüner Veltliner, Riesling, Blaufränkisch, Zweigelt, Sauvignon Blanc und den anderen wichtigen Rebsorten der Region, Meisterklassen zum Jahrgang und zum DAC-System, sommeliergeführte Vergleiche von Einzellagen-Rieden-Abfüllungen sowie Speisenbegleitungen zu österreichischen Spezialitäten. Die Beteiligung von Fachbesuchern und Presse ist stark, aber die meisten Veranstaltungen beinhalten während der Programmlaufzeit öffentliche Tage für Weinliebhaber, die sich vorab anmelden möchten. Die Veranstaltung wird von den Wagramer Weinproduzenten / der lokalen Weinbauvereinigung organisiert, die jedes Jahr den Ton und die Richtung des Programms vorgibt.
Niederösterreich ist Österreichs größtes Weinbaugebiet, das etwa 60 % der nationalen Rebfläche ausmacht und die international bekanntesten Weißweine des Landes beheimatet. Die Region unterteilt sich in acht eigenständige DAC-Subzonen entlang der Donau und ihrer Nebenflüsse: Wachau (die kleine, aber weltberühmte Flussschluchtzone mit Terrassenweingärten auf Urgestein), Kremstal und Kamptal (die auf Löss und Urgestein einige der besten Grünen Veltliner und Rieslinge Österreichs hervorbringen), Traisental, Wagram, Weinviertel (Österreichs größte Subregion, geprägt von pfeffrigem Grünen Veltliner), Thermenregion (die südlichste, mit den autochthonen Weißweinen Zierfandler und Rotgipfler) und Carnuntum (rotweinfokussiert, mit Zweigelt und Blaufränkisch). Grüner Veltliner ist die regionale Flaggschiff-Rebsorte und macht etwa die Hälfte aller Anpflanzungen aus.
Die Ausgabe 2026 ist für den 4. und 5. Mai 2026 geplant. Kostenangaben sollten am besten direkt mit dem Veranstalter vor der Reise abgeklärt werden. Das vollständige Programm, der Ticketverkauf und aktualisierte Informationen werden auf der offiziellen Website unter https://www.donau.com/en/wachau-nibelungengau-kremstal/ veröffentlicht. Besuchern wird empfohlen, sich direkt beim Veranstalter über den aktuellen Zeitplan zu informieren, da Festivalprogramme manchmal kurzfristig vor dem Veranstaltungstermin aktualisiert werden.
Niederösterreich ist am einfachsten über den Flughafen Wien zu erreichen (das gesamte Weinbaugebiet liegt innerhalb von 1-2 Stunden von der Hauptstadt entfernt). Krems und Dürnstein in der Wachau, Langenlois im Kamptal und Mistelbach im Weinviertel sind die wichtigsten Weintourismus-Basen. Die Wachauer Donaudurchbruch zwischen Melk und Krems ist selbst eine UNESCO-Weltkulturerbe-Kulturlandschaft. Die niederösterreichische Küche kombiniert die Weine mit Wiener Schnitzel (Österreichs Nationalgericht, das aus dieser Region stammt), Tafelspitz, Marillenknödel (besonders mit Wachauer Marillen), Bauernschmaus und den starken Alpenkäsetraditionen der Gegend. Die Wachauer Marillenernte Ende Juli ist selbst ein bedeutendes regionales Ereignis.