Der Mainzer Weinmarkt ist eines der Weinfeste, die den rheinhessischen Kalender prägen und jedes Jahr sowohl lokale Besucher als auch internationale Weinreisende anziehen.
Der Mainzer Weinmarkt ist eines der Weinfeste, die den Terminkalender Rheinhessens prägen und jedes Jahr sowohl lokale Besucher als auch internationale Weinreisende anziehen. Er findet im Stadtpark und Rosengarten in Mainz statt, im Herzen eines der bekanntesten Weinanbaugebiete Deutschlands. Er wird seit 1948 veranstaltet, mit einer langen, ununterbrochenen lokalen Tradition.
Der Mainzer Weinmarkt ist das zentrale Weinfest Rheinhessens und erstreckt sich über zwei lange Wochenenden Ende August und Anfang September im Mainzer Stadtpark und Rosengarten. Rund 60 Erzeuger aus ganz Rheinhessen schenken ihre Weine an Freiluftständen unter den Kastanienbäumen aus, während die Blütenpracht des Rosengartens eine der schönsten Festkulissen Deutschlands schafft. Das Programm umfasst traditionelle Blasmusikkonzerte, Jazz- und Folkdarbietungen, Meisterklassen zu den Rebsorten Rheinhessens (Riesling, Silvaner, Müller-Thurgau, Spätburgunder, Dornfelder), regionale Imbissstände mit Spundekäs, Flammkuchen und Handkäs sowie ein Feuerwerk zum Abschluss des zweiten Wochenendes. Deutsche Weinfeste — Weinfeste — gehören zu den meistbesuchten Sommerveranstaltungen des Landes; zwischen Juni und Oktober finden hunderte in den Weinbauregionen statt. Die Programme kombinieren in der Regel Verkostungen im Freien unter Festzelten auf dem Dorfplatz, Verkostungen des lokalen Rieslings, Spätburgunders und anderer regionaler Rebsorten, traditionelle Blasmusik, Essensstände mit Flammkuchen, Maultaschen, Schnitzel und lokalen Wurstspezialitäten sowie eine Weinkönigin-Zeremonie als Herzstück des Programms. Viele Feste gehen auf mittelalterliche Zünfte zurück und werden seit über einem Jahrhundert ununterbrochen veranstaltet. Organisiert wird die Veranstaltung von der Mainzplus Citymarketing GmbH, die jedes Jahr den Ton und die Richtung des Programms vorgibt.
Rheinhessen ist das größte Weinanbaugebiet Deutschlands nach Rebfläche (rund 27.000 Hektar) und beheimatet die vielfältigsten Bepflanzungen des Landes. Die Region liegt zwischen Rhein, Main und Nahe im Bundesland Rheinland-Pfalz. Müller-Thurgau und Riesling dominieren die weißen Bepflanzungen, Silvaner (die größte Anpflanzung der Welt), Grauburgunder und Weißburgunder sind ebenfalls bedeutend; Dornfelder und Spätburgunder führen bei den Roten. Rheinhessen ist der Geburtsort des Liebfraumilch — des halbsüßen Weißweins, der in den 1970er und 80er Jahren die deutschen Weinexporte antrieb —, aber das moderne Rheinhessen wird zunehmend von ernsthaften trockenen Rieslingen aus Teilbereichen wie Nierstein, Westhofen und Oppenheim geprägt.
Die Ausgabe 2026 ist für den 28.–30. August und 4.–6. September 2026 geplant. Der Eintritt ist frei, vor Ort sind optionale kostenpflichtige Verkostungspässe oder geführte Sitzungen erhältlich. Das vollständige Programm, der Ticketverkauf und aktualisierte Informationen werden auf der offiziellen Website unter https://www.mainz.de/mainzer-weinmarkt veröffentlicht. Besuchern wird empfohlen, direkt beim Veranstalter den aktuellen Zeitplan zu erfragen, da die Festprogramme manchmal kurz vor dem Veranstaltungstermin aktualisiert werden.
Rheinhessen ist über den Flughafen Frankfurt erreichbar, mit Mainz (der Landeshauptstadt und dem Zentrum der Weinindustrie, auch Heimat des Gutenberg-Druckmuseums), Worms (dem historischen Dom, dem Nibelungenerbe und dem Geburtsort der Liebfrauenmilch) und Alzey als Hauptbasen. Die Region ist überwiegend flach oder wellig, ideal zum Radfahren und Wandern. Die rheinhessische Küche kombiniert die Weine mit Spundekäs (aufgeschlagener Käseaufstrich), Saumagen, Handkäs, Flammkuchen, im Riesling pochierten Flussfischen, Schweinefiletzubereitungen der Region und der reichhaltigen Tradition gepökelter Fleischwaren der Rheinebene.