Ovibeja (42. Ausgabe) ist eines der Weinfeste, die den Kalender des Alentejo prägen und jedes Jahr sowohl lokale Besucher als auch internationale Weinreisende anziehen. Es findet auf dem Messegelände Manuel de Castro e Brito in Beja statt, im Herzen einer der markantesten Weinregionen Portugals. Das Festival läuft seit 1984 und erreicht 2026 seine 42. Auflage, womit es eine der längsten Traditionen unter Weinevents dieser Art aufweist.
Größte Landwirtschaftsmesse des Alentejo. Thema 2026: 'Vinho à Prova' (Wein auf Probe). Über 1.000 Aussteller, über 100.000 Besucher. 10 Hektar große Veranstaltungsfläche. Konzerte, Gastronomie, Verkostungen. Weinfeste in Europa kombinieren typischerweise Produzentenverkostungen mit Speisenbegleitung, Livemusik und einem starken Ortsbezug. Besucher können Weine einer Reihe von Produzenten der Appellation erwarten, dazu Essensstände mit regionalen Spezialitäten, Meisterkurse oder Weinbergswanderungen für alle, die mehr erfahren möchten, sowie die Möglichkeit, direkt bei den Produzenten zu Kellerpreisen zu kaufen. Viele Veranstaltungen erstrecken sich über mehrere Tage oder Wochenenden, sodass Besucher je nach Interesse verschiedene Programmteile erkunden und dies gut mit dem breiteren touristischen Angebot der Region verbinden können. Organisiert wird das Event von Ovibeja / Câmara Municipal de Beja, die jedes Jahr den Ton und die Richtung des Programms vorgeben.
Der Alentejo bedeckt fast ein Drittel der Landfläche Portugals und erstreckt sich vom Fluss Tejo südlich bis zur Algarve. Die Weinregion produziert kräftige Rotweine aus Aragonez (Tempranillo), Trincadeira, Alicante Bouschet, Castelão, Alfrocheiro und Touriga Nacional, sowie zunehmend ernstzunehmende Weißweine aus Antão Vaz, Arinto und Roupeiro. Der DOC Alentejo unterteilt sich in acht Zonen: Portalegre, Borba, Redondo, Reguengos, Vidigueira, Granja-Amareleja, Moura und Évora. Die Region ist auch Heimat der seltenen Vinho-de-Talha-Tradition, bei der Wein in großen Tonamphoren nach einer seit der Römerzeit kontinuierlich praktizierten Methode vergoren und gereift wird – ein Kandidat für das UNESCO-Immaterielle Kulturerbe.
Die Ausgabe 2026 ist für den 29. April bis 3. Mai 2026 geplant. Kostenangaben sollten am besten direkt beim Veranstalter vor Reiseantritt erfragt werden. Das vollständige Programm, Ticketinformationen und aktualisierte Angaben werden auf der offiziellen Website ovibeja.pt veröffentlicht. Besuchern wird empfohlen, sich direkt beim Veranstalter über den aktuellen Zeitplan zu informieren, da Festivalprogramme manchmal kurzfristig aktualisiert werden.
Der Alentejo ist am einfachsten mit dem Auto von Lissabon (ca. 90 Minuten östlich nach Évora) oder Faro (Algarve) zu erreichen, wobei Évora die historische Hauptstadt und das wichtigste Wein-Tourismuszentrum ist. Weitere bedeutende Städte sind Estremoz (die Marmorstadt), Borba, Redondo, Vila Viçosa (der Herzogspalast), Beja und Elvas (UNESCO-geschützte Grenzbefestigungen). Die alentejanische Küche gehört zu den markantesten Portugals: Iberico-Schweinefleisch vom Porco Preto, Açorda Alentejana (Brotsuppe), Migas Alentejanas, Sopa de Cação (Hundsfischsuppe), die breite Palette an Bauernkäsen der Region (Serpa, Évora, Nisa) und der berühmte Schinken vom schwarzen Schwein (Presunto).